Das von Hans Geiger (1882-1945) und Walter Müller (1895) erfundene Zählrohr besteht aus einem unter geringen Atmosphärenunterdruck mit Edelgas gefüllten dünnwandigen zylindrischen Metallrohr. In dessen Achse ist ein dünner Metalldraht (Durchmesser 0,1 mm) isoliert aufgespannt.
Zwischen Draht und Rohr liegt eine Spannung von bis zu 1000V . Der Draht ist die positive Elektrode. Durch Strahlung werden im Inneren des Zählrohres elektrische Ladungen gebildet, welche sich durch das elektrische Feld auf die Elektrode hin bewegen.
Ist die Feldstärke genügend groß, so können die zuerst gebildeten Ionen durch Stoss neue Ionen erzeugen. Dadurch entsteht ein messbarer Stromimpuls.
Es gibt zwei Arten von Geiger-Müller-Zählrohren , die je nach Messzweck ausgesucht werden.
1. Das Endfenster GM Zählrohr ist zylindrisch und hat auf der Stirnseite ein dünnes Fenster aus Glimmer oder Mylarfolie. Durch dieses Fenster kann auch leicht Alpha und Beta-Strahlung eindringen.
2. Eine andere Ausführung ist fensterlos und hat überall die gleiche Wandstärke. Dieses Zählrohr wird hauptsächlich zur Gamma-Strahlungsmessung verwendet.
Wichtig: GM Zählrohre sind empfindlich für Höhen und Boden- Strahlung. Also, jeder Impuls muss nicht von einem radioaktiven Stoff in der Zählrohr-Umgebung kommen. Es gibt aber in unserem Erdboden viele natürliche radioaktive Stoffe wie Uran ,Thorium , Kalium usw. Auch von der Sonne erhalten wir Strahlung verschiedenster Art. Beide Strahlenquellen liefern einen normalen Untergrund, so dass unser Messpräparat (Probe) eine höhere Aktivität haben muss, um einen messbaren Effekt gegenüber der Untergrundstrahlung zu erreichen.
Das GM Zählrohr unterscheidet nicht ob Alpha, Beta;Gammastrahlung vorliegt. Der Impuls ist bei allen drei Strahlungsarten gleich.
Die Preise liegen zwischen 50 bis 500 Euro.
In Deutschland zu haben : unter www.vacutec-gmbh.de
In USA unter www.lnd.com
(Text: Martin Rathgeber)

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