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Dr. Eike Roth :
Noch eine Anmerkung: Leukämiecluster rund um (insbes. engl.) KKW werden meines Erachtens heute am Wahrscheinlichsten als Virusinfektion erklärt (Leukämie steht
schon seit langem im Verdacht, auch durch Viren ausgelöst werden zu können), wobei man von an sich harmlosen Viren ausgeht, an die sich die Menschen in langen Anpassungsprozessen gewöhnt haben (Adaption des
Immunsystems), die aber örtlich gewisse Unterschiede aufweisen. Werden nun viele Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsregionen miteinander in Verbindung gebracht (wie es bei jeder Großbaustelle passiert, also
auch bei Kernkraftwerken), so übertragen sie "ihre" Viren auch auf ihre neuen Mitmenschen, die daran aber nicht ausreichend angepaßt sind und dann Leukämie bekommen. In einem Krieg kommt natürlich genau so
eine Situation der Mischung verschiedener Bevölkerungsgruppen auch vor. Könnte das auch hier die Ursache sein? Die Strahlung des Urans kann es jedenfalls nicht sein, weil die viel zu niedrig ist. Dies gilt m. E.
auch für den Fall einer eventuellen Einatmung als Staub und Ablagerung dieses in der Lunge (den potentiellen Mechanismus kennen wir ja zur Genüge von der Diskussionen ums Plutonium, auch dort hat sich das "hot
particle concept" als ziemlich unrealistisch herausgestellt). Bleibt höchstens noch übrig. daß der Schwermetallstaub in der Lunge chemisch und nicht über die Strahlung wirkt. Aber wieso soll dann (bzw. bei
Ablagerung in der Lunge gilt diese Frage generell) gerade Leukämie ausgelöst werden? Lungenkrebs wäre ja vielleicht noch verständlich, aber Leukämie? Schließlich: Die angeblich erhöhte Leukämierate scheint immer
wieder mit dem Nato-Einsatz im Kosovo begründet zu werden. Das war aber im Wesentlichen nur ein Luftkrieg. Von einem eventuellen Uranstaub nach Explosion der Geschosse haben die Flugzeugbesatzungen sicher nichts
mitbekommen. Intakte Geschosse können aber wohl gar nichts bewirken, außer sie fallen einem auf den Fuß.
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